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Die Krux mit YouTube

Mitarbeitende erwarten vom Intranet heute die gleiche Benutzerfreundlichkeit, wie von Plattformen, von denen sie in der Freizeit Gebrauch machen. Weshalb YouTube und Co. für Unternehmen trotzdem nicht ideal sind.

Bewegte Bilder sind heute der am meisten geteilte Content im Internet. Das US-amerikanische Telekommunikationsunternehmen Cisco gibt alle fünf Jahre den Visual Networking Index: Forecast and Methodology heraus. Während im Jahr 2006 gemäss Cisco nur rund 12 Prozent aller in das Internet hochgeladenen Daten Video-Files waren, waren es 2016 bereits 73 Prozent und für 2021 wird der Anteil an Videos von Cisco auf sage und schreibe 82 Prozent vorausgesagt. Klar, dass immer mehr Unternehmen auf Video als Kommunikationsmittel setzen. Dies stellt sie vor enorme Herausforderungen im Hinblick auf den Datenschutz und die Speicherung der riesigen Datenmengen. Auch nicht ausser Acht lassen dürfen die Unternehmen eine attraktive Benutzeroberfläche – für Mitarbeitende und Kunden.


YouTube, der Platzhirsch

Um Video-Content schnell und unkompliziert einem grösstmöglichen Publikum zugänglich zu machen, haben sich unterschiedliche Dienste etabliert. YouTube gilt mittlerweile als der Standard zum Teilen und Ansehen von Videos im Internet – vergleichbar mit Google (übrigens der Mutterkonzern von YouTube) als Standard für Suchmaschinen oder Facebook als klarem Leader im Bereich der sozialen Netzwerke. Doch nur weil sich YouTube zum Platzhirsch gemausert hat, heisst das noch nicht, dass die Plattform auch für Unternehmen die ideale Wahl ist.


Masse statt Klasse

Auf YouTube ist von der Anleitung zum richtigen Zähneputzen für Welpen, über Musikvideos aus aller Herren Länder, bis zu wissenschaftlichen Abhandlungen und Verschwörungstheorien alles zu finden, was das Herz begehrt – vorausgesetzt, man weiss, nach welchen Schlagworten oder Interpreten man suchen muss und auch vorausgesetzt, man bringt die dafür nötige Zeit und Musse mit. Denn gemäss Statista, dem deutschen Online-Portal für Statistik, werden mittlerweile auf YouTube pro Minute weltweit mehr als 400 Stunden Videomaterial hochgeladen. Es kann also durchaus passieren, dass man sich erst einmal durchklicken muss, um das Gesuchte auch wirklich zu finden. Hat man den gesuchten Inhalt gefunden, wird man auch schon wieder weggelockt zum nächsten Video.


Unkontrollierte Werbung

Die Nutzung von YouTube ist sowohl zum Einstellen, als auch zum Ansehen von Videos zum grössten Teil kostenlos. Das Unterfangen wird mittels Werbung finanziert. Zahlreiche internationale – und zahlungskräftige – Unternehmen setzen deshalb auf YouTube als Werbeplattform. Nicht weiter verwunderlich, denn gemäss Statista schwingt YouTube mit seinem Marktanteil weltweit obenaus. Die grosse Popularität gründet dabei in der grossen Zahl von Mitgliedern, die Videodateien hochladen, bewerten und kommentieren können, was einen sogenannten Netzwerkeffekt nach sich zieht. Werbeeinschaltungen auf YouTube können für den User sehr lästig sein, da sie nicht nur zwischen, sondern teilweise auch während eines Videos eingespielt werden. Werbungen sind aber nicht nur mühsam, sie mindern auch den professionellen Eindruck eines Videos und führen so zu einer höheren Absprungrate.


Rechteverwaltung

Wer Videomaterial im professionellen Umfeld teilt, möchte sichergehen, dass die Inhalte geschützt und die Rechte an den Videos zu hundert Prozent beim Unternehmen oder dem Auftraggeber bleiben. Auf Community-Plattformen wie YouTube hat man, ehe man es sich versieht, seine Nutzungsrechte an die Community abgegeben. Zudem kann jeder Community Benutzer jedes  Video für seinen Zwecke  adaptieren, verfälschen, rearrangieren und, ändern und z.B in einem Medley neu zusammensetzen. Das ist eine beliebte Funktion mit hohem Unterhaltungswert, aber nicht immer vom Urheber des Videos gewünscht.

 

Erfahren Sie im nächsten Artikel im Detail, was die Vorteile von professionellen Videoplattformen ausmacht und wie Sie davon profitieren können.